
30. Juni 2026 Lesedauer: 6 Minuten Confiserie-Stories
Zwei Lauensteiner auf den Spuren des Kakaos
Wo beginnt eigentlich der Weg unserer Schokolade? Für unsere Kolleginnen Mandy und Ev führte die Antwort bis nach Peru – mitten hinein in die Kakaowälder der Anden. Hier erlebten sie hautnah, wie aus einer Kakaofrucht der Ursprung außergewöhnlicher Schokolade entsteht. Eine Reise voller Begegnungen, beeindruckender Natur und unvergesslicher Momente.In diesem Beitrag:
Vom Frankenwald bis nach Peru
Wer eine Tafel Schokolade genießt, denkt meist an den ersten Bissen, selten jedoch an den langen Weg, den jede einzelne Kakaobohne bereits hinter sich hat. Genau diesen Weg wollten Mandy und Ev kennenlernen. Für unsere beiden Lauensteiner ging es deshalb dorthin, wo alles beginnt: nach Peru.
Gemeinsam mit unserem Partner Original Beans, von dem wir einen Teil der Kakaobohnen für unsere JAKAO Bean-to-Bar-Schokoladen beziehen, besuchten sie Kakaobauern, Genossenschaften und Plantagen. Sie lernten Menschen kennen, die mit großer Sorgfalt und jahrzehntelangem Wissen arbeiten, und konnten jeden einzelnen Schritt, vom Kakaobaum bis zur getrockneten Bohne, mit eigenen Augen erleben.
Doch genug der Vorrede – jetzt erzählen Mandy und Ev ihre Geschichte selbst.
Gemeinsam mit unserem Partner Original Beans, von dem wir einen Teil der Kakaobohnen für unsere JAKAO Bean-to-Bar-Schokoladen beziehen, besuchten sie Kakaobauern, Genossenschaften und Plantagen. Sie lernten Menschen kennen, die mit großer Sorgfalt und jahrzehntelangem Wissen arbeiten, und konnten jeden einzelnen Schritt, vom Kakaobaum bis zur getrockneten Bohne, mit eigenen Augen erleben.
Doch genug der Vorrede – jetzt erzählen Mandy und Ev ihre Geschichte selbst.
La Preja – ein Abenteuer beginnt
Putz bröckelt von den Wänden, eine Glühbirne dient als Lichtquelle, zwei einfache Betten stehen in den Ecken und unter dem Fenster neben der Tür dient ein Tisch als einzige Ablage in dem kleinen Raum. Mandy hinterfragt ihre Entscheidung auf dieser Reise zu sein, während Ev sich über fließendes Wasser und den Fliegenschutz am Fenster freut.Doch was machen wir zwei eigentlich hier, in diesem kleinen Dorf in den Ausläufern der Anden? Wir sind auf den Spuren des Kakaos! All das, was wir in unserer Ausbildung theoretisch gelernt haben, zum Anbau, der Ernte, dem Vermentieren und dem Trocknen dürfen wir uns jetzt einmal ganz aus der Nähe anschauen. Doch beginnen wir einmal am Anfang unseres Abenteuers.
Unserer Reise beginnt früh morgens mit einer drei Stunden Fahrt von Piura nach La Preja. Doch bis ins Dorf schaffen wir es gar nicht. Da hier gerade die Regenzeit endet, kann der Fluss noch nicht überquert werden. Also werden wir mit kleinen provisorischen Floßen übergesetzt und fahren das letzte Stück mit Tuck Tucks.
Bei Sonnenschein und 30 Grad genießen wir die unglaubliche Kulisse der Berge, während wir auf einem kleinen Pfad zum Kakaowald laufen. Hier und da gackert ein Huhn, Schweine dösen im Schatten oder ein scheuer Hund huscht vorbei. Es geht entlang an Reis, Mais, Limetten, Bananen, Grapefruits, Maracujas und vielen anderen exotischen Früchten.
Dann auf einmal stehen wir mitten unter Kakaobäumen. Wir können unser Glück kaum fassen!

Original Beans
Geführt wurde unsere Reise durch Jan von Original Beans.Von ihnen beziehen wir Kakaobohnen für unsere Bean to Bar Schokoladen. Original Beans legt Wert auf biologischen Anbau mit altbewährten Kakaosorten, soziale Fairness und Agroforstwirtschaft.
Heißt hier werden verschiedene Nutz- und Fruchthölzer zusammen mit den Kakaobäumen gepflanzt. Die Bauern bekommen einen fairen Lohn und ihre Kinder dürfen Kinder sein.





Unvermentierte, violette Kakaobohnen.
Sie haben noch eine feste Struktur.

Vermentierte, braune Kakaobohnen, mit aufgelockerter Struktur.
Zwischen Kakaobäumen und exotischen Früchten
Die herrlichen ovalen Früchte hängen überall. Sehr detailreich bekommen wir erklärt, was der Kakaobaum und somit auch die Kakaobohne zum Wachsen braucht. Sie bevorzugt das tropische Wetter rund um den Äquator. Ansonsten hätten wir uns die Reise bis hier her ja auch sparen können.Die erste Kakaofrucht wird geöffnet und wir können das Fruchtfleisch, das die Kerne umhüllt probieren. Es schmeckt etwas nach Honigmelone. Die Kerne selbst müssen nach dem Ernten erst noch weiterverarbeitet werden, damit sie ihren typischen Kakaogeschmack bekommen.
Ja und dann haben wir, wie oben beschrieben diese Nacht im Dorf verbracht. Doch auch Mandy hat die dunklen Stunden gut überstanden, sodass wir uns am nächsten Morgen noch eine Kakaofarm und eine Baumschule ansehen konnten. Jan betont die jahrelange Selektion und Veredelung, in dieser Region.
Zu guter Letzt dürfen wir auch noch ein paar Kakao-Keimlinge stecken. Das Besondere daran? Es sind Piura Blanco Bohnen, typisch für diese Region. Ihre Bohnen sind ausnahmsweise weiß statt violett und die daraus gewonnene Schokolade hat einen citrusartigen, fruchtigen Geschmack.
Wo aus Kakaobohnen Schokolade entsteht
Wir setzten unsere Reise fort. Über Erdwege, die uns durch wunderschöne lebendige Natur führen und endlich auch wieder geteerte Straßen, kommen wir in die nächste Ortschaft, zu einer Kakao-Genossenschaft.Sie kaufen die geernteten, aus der Schale befreiten Kakaobohnen der Bauern. Zusammen mit der Pulpe beginnt dann die Fermentation in Holzkisten. Hier gibt es vieles zu beachten: die Auswahl des Holzes, die Dauer der Fermentation, die Menge an Sauerstoffzufuhr und ganz besonders die verwendetet Kakaobohne.
Ziel ist es die Struktur zu lockern, unangenehme Säuren aus der Bohne zu lösen und die besonderen Aromen zu verstärken. Da jede Kakaosorte ihren ganz eigenen Charakter hat, gilt es hier mit viel Gefühl und Wissen (das über Generationen weiter gereicht wurde) das Beste jeder Bohne zum Vorschein zu bringen.
Nach der Vermentation folgt die Trocknung, damit die Bohnen dann verpackt und zu uns geschickt werden können.




Im Herzen des Amazonas
Das Ende unserer Reise führt uns in das 7 Stunden entfernt liegende Bagua Grande, im Amazonas Gebiet. Auch hier klebt einem der Schweiß die Kleidung an den Körper und unsere Wasserflaschen bleiben unsere treuesten Begleiter.In diesem Anbaugebiet wächst der Amazonas Kakao. Er ist etwas kleiner, runder und grün. Seine Geschmacksnoten sind auch fruchtig allerdings hat er schon deutlicher die typisch erdigen Kakaonoten. Wir besuchen einen Kakaowald, mit Bäumen die teilweise über 100 Jahre alt sind.
Was sofort auffällt, ist die Höhe der Bäume, denn anders als in den vorherigen Wäldern, wurden diese nicht auf eine praktische „Pflückhöhe“ gestutzt, sondern sind bis zu 10 Meter hoch. Zum Ernten ist das eine echte Herausforderung, durch das hohe Blätterdach hat man jedoch unglaublich viel Platz, Licht und kühle Luft. Müsste ich einen Favoriten wählen, wäre es definitiv dieser Wald.
Endlich selbst Kakaobauer
Jetzt folgt allerdings das Highlight unseres Abenteuers. Nach einem stärkenden Mittagessen dürfen wir selbst bei der Ernte mithelfen.Mit Gartenscheren, Beuteln und dem Wissen wie eine reife Kakaofrucht aussieht streifen wir durch den Wald und ernten unsere ersten Kakaofrüchte. Diese werden dann an Sammelstellen zusammengetragen, um dort die Bohnen von der Schale zu trennen. Mit zwei gekonnten Schlägen der Machete wird die Schale geöffnet und dann die Bohnen mitsamt der Pulpe herausgelöst. Die Hände werden klebrig von der zuckerhaltigen Pulpe und der süße Duft hüllt einen ganz ein, während fleißige Helfer immer wieder Kakaofrüchte aus allen Ecken des Waldes bringen. Mit unglaublicher Ausdauer laufen sie die steilen Berge der Anden hoch und runter, um ja keine der kostbaren Früchte zu übersehen.
Wenn man jedoch kurz innehält und zwischen dem Blätterdach hindurchschaut, wird man mit einem wunderschönen Blick auf die Berge belohnt. Ist die Arbeit erledigt (wir haben sage und schreibe 150kg geerntet) werden die Kakaobohnen mitsamt Pulpe auf einen Esel gepackt, denn bis zu den befahrbaren Straßen geht es ein ordentliches Stück den Berg hinauf. Dort werden sie dann mit Autos oder Tuck Tucks zur nächsten Ankaufstelle für die Fermentation und Trocknung gebracht.
Das ist auch unser letzter Halt: die Kooperation Ceproa. Wir dürfen ihnen über die Schulter blicken, bei der Fermentation und finden sogar den von uns am Vortag geernteten Kakao.
Warum wächst Kakao nur rund um den Äquator?
Kakaobäume lieben Wärme, hohe Luftfeuchtigkeit und regelmäßige Niederschläge.Deshalb gedeihen sie fast ausschließlich im sogenannten Kakaogürtel, der sich etwa 20 Grad nördlich und südlich des Äquators erstreckt.
Peru zählt zu den Ländern, in denen einige der spannendsten Edelkakaos der Welt wachsen.




Eine Reise, die bleibt
Wie überall auf unserer Reise werden wir mehr als herzlich aufgenommen.
Die Freude über unser Interesse und die Wertschätzung ihrer Arbeit lässt die Menschen voller Stolz strahlen.
Und wie auch schon bei den Kakaobauern zuvor, werden wir mit heimischen Speisen und Leckereien verköstigt.
Doch nicht nur die Gastfreundschaft wird uns in Erinnerung bleiben. Unsere Reise nach Peru hat einen bleibenden Eindruck
hinterlassen. Das Leben hier ist anders. Es ist einfacher und nicht mit dem deutschen Komfort zu vergleichen,
was zugleich auch einen gewissen Charm mit sich bringt.
Wir hoffen, ihr könnt jetzt – genau wie wir zwei – sehen, wie viel Leidenschaft und Fürsorge in jeder einzelnen Kakaobohne steckt.
Die hervorragende und sorgfältige Arbeit der Kakaobauern und Kooperationen verdient Wertschätzung und eine faire Entlohnung,
so wie es hier bereits geschieht.
Somit wünschen wir euch schokoladige Tage – eure Mandy und Ev
Die Freude über unser Interesse und die Wertschätzung ihrer Arbeit lässt die Menschen voller Stolz strahlen.
Und wie auch schon bei den Kakaobauern zuvor, werden wir mit heimischen Speisen und Leckereien verköstigt.
Doch nicht nur die Gastfreundschaft wird uns in Erinnerung bleiben. Unsere Reise nach Peru hat einen bleibenden Eindruck
hinterlassen. Das Leben hier ist anders. Es ist einfacher und nicht mit dem deutschen Komfort zu vergleichen,
was zugleich auch einen gewissen Charm mit sich bringt.
Wir hoffen, ihr könnt jetzt – genau wie wir zwei – sehen, wie viel Leidenschaft und Fürsorge in jeder einzelnen Kakaobohne steckt.
Die hervorragende und sorgfältige Arbeit der Kakaobauern und Kooperationen verdient Wertschätzung und eine faire Entlohnung,
so wie es hier bereits geschieht.
Somit wünschen wir euch schokoladige Tage – eure Mandy und Ev
JAKAO: von der Bohne bis zur Tafel

Was diese Reise für JAKAO bedeutet
Die Reise von Mandy und Ev hat eindrucksvoll gezeigt, wie viel Wissen, Zeit und Hingabe in jeder einzelnen Kakaobohne stecken. Sie beginnt nicht erst in unserer Manufaktur, sondern viele tausend Kilometer entfernt – auf den Plantagen Perus, bei den Menschen, die den Kakao mit großer Sorgfalt anbauen und verarbeiten.Genau diese Wertschätzung bildet die Grundlage unserer JAKAO Bean-to-Bar-Schokoladen. Gemeinsam mit unserem Partner Original Beans setzen wir auf biologischen Anbau, Agroforstwirtschaft und langfristige, faire Partnerschaften mit den Kakaobauern vor Ort. Denn außergewöhnliche Schokolade entsteht nicht zufällig – sie beginnt mit außergewöhnlichen Rohstoffen und den Menschen, die sie mit Leidenschaft kultivieren.
Mit jeder Tafel JAKAO möchten wir diese Geschichte weitererzählen: vom Ursprung des Kakaos bis in unsere Gläserne Manufaktur, wo aus sorgfältig ausgewählten Bohnen Schokolade mit Charakter entsteht.
